Schlusswort
Als Hitler 1933 an die Macht kommt, sind alle diese Filme sofort verboten. Goebbels übernimmt die Leitung der Filmproduktion. Filme wie Das Cabinet des Dr. Caligari sind als entartete Kunst zu betrachten und werden verboten. Es gibt keine Freiheit oder Kreativität mehr, alles wird kontrolliert, es erscheinen nur noch Propagandafilme. Das ist das Ende des 'Goldenen Zeitalters' des Kino. Mehr als 2000 Menschen, die etwas mit dem deutschen Kino zu tun haben, müssen von Deutschland wegen Hitler aus Deutschland ausreisen.1
Die Weimarer Republik ist eine der kreativsten Phasen in der Geschichte der deutschen Films. Zwischen Expressionismus und Realismus spiegeln die Filme immer eine gewisse Realität, die ästhetisiert wird.
Bei realistischen Filmen ist die Epoche deutlich gezeigt, wie in dem Film Die Freudlose Gasse. Man zeigt die Realität wie sie ist, das Elend und den Untergang der sozialen Schichten. Alle Themen, auch tabuisierte Themen wie die Homosexualität und die Prostitution werden behandelt.
Bei expressionistischen Filmen ist die Realität eher bildlich wie in Nosferatu dargestellt. Die Figur des Tyrann in expressionistischen Filmen wie Nosferatu, Caligari, oder noch in der Dr. Mabuse kommt immer wieder, als ob man sich bedroht fühlt, als ob man schon seit langem das Ankommen Hilters an die Macht spüren würde und vor seiner Terror vorwarnen möchte.
Aber Horrorfilme, Fantastische Filme, Musicals und Komödienfilme sind auch gemacht, um einer schwierigen Realität zu entfliehen und sich von dem Alltag abzulenken.
Die Filme der Weimarer Republik sind also richtige künstlerische Schmuckstückchen, die eine Zeit der Krise bildlich und deutlich abwechslungsreich widerspiegeln, und die vielfältig interpretiert werden können.
1 Monika Bellan, 100 ans de cinéma allemand, Paris, 2001, S. 54
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